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2007 - Teil 11: Reparaturen & Panama-Kanal mit einem
Tug-Boat
Die
Reparaturen im Maschinenraum beschäftigen nicht nur Bernd und mich, sondern auch
die Mechaniker Petro und Joe. Während Petro sich um die Mercedes Motoren
kümmert, befasst sich Joe mit unserem Getriebe. Bernd ist immer im Maschinenraum
und hilft den beiden so viel als möglich. Unser Schiff ist mit Decken ausgelegt,
die Werkstatt ist in ständiger Benutzung. Ich beschäftige mich mit Schiffputz
und lerne sehr schnell, wie ein Maschinenraum geputzt werden muss. Spät Abends
renne ich dann zum Waschraum der Marina, um unsere Blaumänner in die
Waschmaschine zu stecken, damit sie am nächsten Morgen wieder einsatzbereit
sind. Unsere amerikanische Nachbarn erkundigen sich täglich nach dem Fortschritt
und nach einer Woche harter Arbeit haben sie so sehr Mitleid, dass sie uns
Mittagessen und Abendessen bringen!
Glühkerzen
und Injektoren kommen aus Panama City und Joe bestellt eine neue
Kupplungsscheibe in den USA. Bis die neuen bzw. überholten Teile zurück sind,
gönnen wir uns 3 Tage Urlaub in Panama City. Elvir hat für uns einen Besuch auf
einem Tug-Boat bzw. einem Schlepper organisiert.
Er musste hierzu eine Genehmigung von der Kanalgesellschaft
einholen, denn nur wenn man jemanden kennt, der für die Kanalgesellschaft
arbeitet oder wenn man berühmt ist, hat man die Möglichkeit auf einem Tug-Boat
im Panamakanal mitzufahren.
Wir
dachten, wir würden mit Elvir auf seinem Tug-Boat mitfahren, aber er hatte sich
einen freien Tag genommen und wir durften bei einem Kollegen mitfahren. Elvir
wollte Zeit für uns haben, um uns alles in Ruhe erklären und zeigen können. Wir
sind morgens um 8 Uhr in der Sammelzentrale angekommen und wurden mit dem
Personal zum Schlepper gefahren.
Dort zeigte uns Elvir erst einmal
den
Maschinenraum und das
tolle
Computersystem, das die Motoren überwacht. Auf der Brücke haben wir tausend
Fragen dem Kapitän gestellt und uns alles erklären lassen. Bernd war wie ein
kleiner Junge, voller Begeisterung über die moderne Technik des Bootes.

Wir dürften an diesem Tag
einen
Frachter von der Miraflores Schleuse zur Miguel Schleuse begleiten und mit
dem nächsten Frachter, einem Autotransporter, sind wir mit durch die Schleuse
gefahren.
Zwischen
Frachter und Schleusenmauer passte kaum noch eine Hand, da kann es auch mal
passieren, dass diese an die Mauern stoßen.
Auch ein Kreuzfahrtschiff wurden geschleust,
die
Island Princess, das TV-Traumschiff der Amerikaner, dort heißt die Sendung
nicht "Traumschiff" sondern "Love Boat".
Panama
City haben wir mit einen Einkauf von Kleidung abgerundet. Wir benötigen ja
Winterjacken, wenn wir im November nach Hause kommen.
Zurück in Colon dauert der Einbau des Getriebes den
kompletten Freitagabend, sozusagen hatten wir eine Maschinenraumparty. Auch Petro kam mit seinen Teilen des Motors wieder und
baute sie ein. Nach 2 Wochen harter Arbeit legen wir wieder ab und hoffen, noch
für 2 Wochen nach Kuna Yala segeln zu können. Ich halte die Geschichte nun kurz,
denn wir erreichen Kuna Yala leider nicht mehr. Wir haben den nächsten Schaden
an der rechten Maschine, die Zylinderkopfdichtung ist kaputt.
Nun fahren wir zurück in die Marina und die letzten Tage
vor unserer Abreise verbringen wir wieder im Maschinenraum.
Am 8. November wird die UPPS aus dem Wasser geliftet. Am
10. November werden wir die Marina verlassen und nach Panama City fahren. Von
dort bringt uns der Tica Bus nach San Jose - Costa Rica. Am 12. November fliegen
wir mit Condor Richtung Frankfurt und werden am 13. November um 6.10 Uhr in
Frankfurt landen. Wir freuen uns schon sehr auf zu Hause, die Familie und
Freunde! Also bis gleich!
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