2009 Teil
01: Rundreise Neuseeland ( Wellington bis Fox-Gletscher )
Nachdem wir aus Deutschland wieder in
Neuseeland gelandet waren und nach zwei Tagen unseren Jetlag
überwunden hatten, zogen wir in Auckland los, um ein Auto zu
kaufen. Jeden Sonntagmorgen findet eine Autoauktion statt,
wo wir dann auch fündig wurden. Wir kaufen einen alten
Nissan Kombi für 1200 NZ Dollar mit einer Rückkaufgarantie
zu 800 NZ Dollar. Perfekt!
Mit unserem Gepäck fahren wir Richtung
UPPS und finden sie wohlbehalten in besten Zustand wieder.
Vielen Dank an die Crew von Nuku’alofa, die sich um unser
Schiff in unserer Abwesendheit gekümmert hat!
Dienstagmorgen
stehen dann die Handwerker pünktlich um 8.00 Uhr am Schiff,
um mit der Arbeit zu beginnen. Die ersten drei Tage
verlaufen wie geplant, schnell sind die Davids, die
Fok-Travelerschiene entfernt. Die Solarpanele kommen aufs
Cockpitdach und dann stoppt alles.
Der Mitarbeiter des Schweißers wird
krank und der vereinbarte Termin, um im Zelt die
Streicharbeiten zu beginnen, wird abgesagt, da es Verspätung
mit den Arbeiten am vorigen Schiff gibt.
Neuer Termin soll der 2. März sein. Und
nun? Kurzum werfen wir unsere gemachten Pläne über den
Haufen und beschließen, den gesamten Februar mit einer
Rundreise auf der Südinsel zu verbringen.
Es
ist hier gerade Hochsommer und somit bietet sich die
Planänderung sehr gut an. Die Koffer packen wir am gleichen
Abend und am Mittwoch, dem 4. Feb fahren wir los. Wir
besuchen zunächst unsere amerikanischen Freunde vom
Segelschiff O`Vive in Whangarei. Ihr Schiff ist bereits mit
Dockwise auf den Weg zurück nach Florida und sie werden am
18. Feb abfliegen. Wir verbringen zusammen einen letzten
schönen gemeinsamen Tag.
Am Donnerstag, den 5. Feb starten wir
Richtung Süden. Hier eine Übersicht des ersten Teils unserer
Reise:
5.2.: Fahrt
nach Katikati bei Tauranga
6.2.: Weiterfahrt bis nach
Paraparaumu, 45 Min vor Wellington 7.2.:
Überfahrt mit der Fähre von Welltington nach Picton 8.2.: Fahrt nach
Hopewell/Marborough Sound 9.2.: Hopewell/Marborough
Sound
10.2.: Weiterfahrt zur Golden Bay nach Takaka
11.2.: Tageswanderung im Abel Tasman National
Park
12.2.: Weiterfahrt nach Punakaiki an der
Westküste
13.2.: Wanderung des Pororari River Loop und
Besichtigung der Pancake Rocks
14.2.: Weiterfahrt zum Franz Josef/Fox
Gletscher, Hubschrauberrundflug über die Gletscher 15.2.:
Wanderung zum Alex Knob, Aussicht auf Franz Josef Gletscher
16.2.: Besichtigung Franz Josef und Fox
Gletscher und Wanderung am Lake Matheson
Wie schon von vielen Freunden
angekündigt, erleben wir die Südinsel als pure Natur oder
Naturwunder und als einen wunderschönen Reiseort. Hier ist
für jeden Geschmack etwas dabei und man kann diese Insel in
jeglicher Form (Camper, Bus, Auto als Gruppe oder
Alleinstehende Frau) bereisen. Es gibt so viel zu sehen und
zu unternehmen, dass man Schwierigkeiten hat zu entscheiden,
was man aufgrund der gegebenen Zeit sehen möchte und was man
auslassen muss. Leicht kann man hier 3-6 Monate mit Reisen
verbringen. Das Freizeitangebot und die sportlichen
Aktivitäten sind enorm, von Wanderungen, über Kajaktouren,
Wildwasserrafting, über Bungy Jumping, Schifffahrten und
vieles mehr!
Wir
reisen per Auto und übernachten in den Backpacker
Accommodations (BBH). Diese sind im Vergleich zu Hotels und
Motels preiswert und haben eine Bewertung in Prozenten.
Alles über 80 Prozent ist nach unserem Geschmack und man hat
die Möglichkeit selbst zu kochen.
In Hopewell befindet sich das mit am
höchsten bewertete Backpacker Hostel. Dort fühlt man sich
wie in einem guten Hotel. Wir verbringen deswegen 2 Nächte
und genießen bei Vollmond ein Bad im Whirlpool, gehen
tagsüber Kajak fahren, wandern und schwimmen.
Von dort fahren wir weiter über Nelson,
einer sehr schönen Stadt und Mittelpunkt von Neuseeland, zum
Abel Tasman National Park. Der dortige Abel Tasman Coast
Track ist eine paradiesische Küstenwanderung entlang der
schönsten Strände Neuseelands.
Es
ist einer der populärsten Wanderwege Neuseelands, kein
anderer Küstenwanderweg reiht solch herrliche, türkisgrüne
Lagunen und goldfarbene Sandbuchten wie Perlen aneinander.
An den südseeähnlichen, mit bizarren Granitfelsen
geschmückten Sandstränden brechen sich die kristallklaren
Wellen. Wir haben sonniges Wetter und beschließen den Weg
vom Totaranui bis zum Separation Point zu wandern. Am
Separation Point liegen die Seelöwen faul auf den Steinen
und bieten sich als gute Fotomodelle an. Diese Wanderung
können wir nur wärmstens weiterempfehlen!
Bei starkem Regenfall fahren wir weiter
zur Westküste. Alle „Lookouts“ und Sehenswürdigkeiten
lassen wir an diesem Tag ausfallen. Aber wir erahnen, dass
die Fahrtstrecke bei schönem Wetter sehr sehenswert ist. In
Punakaiki haben wir uns nicht nur die berühmten Pancakes
Rocks angesehen, die man vor allem bei guten Wetter und Flut
auf keinen Fall verpassen sollte, sondern sind auch den
Pororari River Loop gewandert.
Ein
ca. 3-stündiger Dschungeltrip mit Flussdurchquerung. Riesige
Ratanbäume überragen das grüne Urwaldblätterdach des
Pororari Canyon, der von glasklaren Flüssen, senkrechten
Kalksteinwänden und bizarren Gesteinsformationen durchzogen
ist.
Zwei Übernachtungen und schon geht es
wieder weiter Richtung Franz Josef und Fox Gletscher! In
Greymouth machen wir einen Einkaufstop und fahren an der
Küste entlang Richtung Süden. Ein letzter Kaffeestopp vor
der Ankunft entwickelt sich zu einem wunderschönen Erlebnis.
Es ist Samstag der 14. Feb. und somit Valentinstag. Wo wir
beim Abbiegen in eine Flucht ein kleines Cafe wie per Schild
angekündigt erwarten, treffen wir jedoch auf einen
Hubschrauberlandeplatz.
Kein
Kaffee weit und breit, stattdessen kommt ein Mann auf uns zu
und bietet uns einen Hubschrauberrundflug über die Gletscher
sowie Mount Tasman und Cook an. Wir haben strahlend blauer
Himmel und Sonnenschein und bekommen einen guten Rabatt.
Schon vorher hatten wir uns über die Hubschrauberrundflüge
erkundigt, aber eigentlich davon abgesehen. Aber manchmal
muss man im Leben spontan sein und keine halbe Stunde später
fliegen wir über den Franz Josef Gletscher! Es war ein
wunderschönes Erlebnis, das wir im Nachhinein nicht missen
möchten.
Wir bleiben in der Gegend von Franz
Josef und Fox Gletscher 3 Nächte. Wir wandern den
sogenannten Alex Knob, angeblich ein märchenhafter Aufstieg
zum Keagipfel mit Gletschersicht.Wir
haben die Wanderung nach 2 Stunden und dem ersten
Aussichtpunk t auf den Franz Josef Gletscher abgebrochen.
Wolken und Nieselregen nahmen uns die Freude, stattdessen
genossen wir lieber einen Capuccino.
Sehenswerter fanden wir die beiden
Wanderungen zu den Gletscher-Endmoränen. Zudem genossen wir
den eindrucksvollen Spaziergang um den berühmtesten See
Neuseelands „Lake Matheson“. Tatsächlich ist das
berühmte Panorama des Lake Matheson eines der
meistfotografierten Kalender- und Postkartenbilder
Neuseelands. Ein gut ausgebauter Weg führt uns entlang des
bewaldeten Seeufers, und im verträumten Ecken finden wir
einige Bänke, um das herrliche Panorama zu genießen.
Obgleich wir nicht den Mount Cook und Tasman als Spiegelbild
sehen konnten, da diese von Wolken verdeckt wurden, hatten
wir doch schöne Spiegelbilder bei sonnigen Wetter und
ruhigem Wasser. Auch dieses Erlebnis möchten wir nicht
missen.
Aber
nach zwei Tagen hatten wir nun genug von
Gletscherlandschaft, wir fahren weiter Richtung Wanaka.
Diese Autofahrt ist sicher eine der schönsten Strecken
Neuseelands und wir wünschen allen zukünftigen Besucher ein
tolles Wetter bei diesem Reiseabschnitt.Wir haben strahlend
blauer Himmel und Sonnenschein, so dass die Natur sich von
ihrer schönste Seite zeigen konnte.