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2009 Teil 03: die Renovierung der Upps

Karte Neuseeland

Nach einer wunderschönen Rundreise über die Südinsel stand nun endlich mit einem Monat Verspätung das Refitting von unserem Segelschiff UPPS an. Hierfür hatten wir das Werftzelt gemietet, um somit wetterunabhängig zu sein. Aus geplanten 6 Wochen wurden letztendlich 10 Wochen ohne einen Tag Pause.  

06.06: die Fotos von der Renovierung der Upps
Unter anderem wurden folgende Arbeiten an der UPPS vorgenommen:

  • Neuer Anstrich und Antifouling

  • Neues Rigg

  • Neue Rettungsinsel

  • Überholung und Dichtung aller Fenster und Luken

  • Überarbeitung des Segelplanes und aller Segel und Canvas

  • Reparatur Generator

  • Neue Stopfbuchsen und Wellenlager

  • Wartung der Yamaha Außenmotoren

  • Neue Toilette und Zuleitungen

  • Neue Matratzen

  • Anstrich verschiedener Holzelemente

  • Neue Elektronik

  • Neuverlegung der Solarpanels

  • Neuer Kühlkompressor für und Umbau der Kühlbox

  • Wartung beider Mercedes Motoren

  • neue Lichtmaschienen

  • Trennung Masse / Rumpf von Batterie-Negativ

  • Neuer Lift für Außenbordmotor

  • Überarbeitung der Windfahne

  • Neue Navigationsinstrumente

  • Reparatur des Beiboots

Es begann mit wenigen notwendigen Reparaturen bzw. Ausbesserungen, um die wir nach all den Jahren nicht mehr herum kamen, so z.B. das Streichen des Decks, da der Antirutschbelag völlig am Ende war. Und da man schon das eine oder andere anging, machte es Sinn, manch anderes gleich mit zu erledigen. So kam der Schneeball ins Rollen und wurde von Woche zu Woche oder Arbeit zu Arbeit größer.

Da wir mit einem Monat Verspätung dann endlich in das Zelt der Werft kamen und somit mit den geplanten Arbeiten beginnen konnten, waren viele Firmen beauftragt und die Liste der zu erledigen Arbeiten lang. Wir wurden oft darauf angesprochen, wie wir auf die Idee kamen, so ein großes Refitting zu machen, aber manchmal ergeben sich halt die Dinge. Im Nachhinein sind wir jedoch überglücklich, ein Projekt in dieser Größe und Umfang in Opua gemacht zu haben. Wir können uns keinen besseren Ort dafür vorstellen und diesen nur wärmstens weiterempfehlen. Aus den geplanten 6 Wochen wurden letztendlich 10 Wochen ohne irgendeinen freien Tag. Aber wir haben jede Minute genossen und gemocht, alles verlief reibungslos, wurden wir gefragt, wie unser Projekt läuft und ob wir zufrieden seien, sagten wir immer nur, alles ist bestens!

Aus diesem Grund möchten wir uns ausdrücklich bei den folgenden Firmen bedanken:

Schiffzubehör:              Cater Marine Opua 2004 ltd, sales@catermarine.co.nz,
                                   Ansprechpartner Glen oder Bob

Malerfirma:                   Opua Marine Painters, robert.lyn@xtra.co.nz,
                                   Ansprechpartner Robert Aukett

Rigger:                         Northland Spars and Rigging, www.sparsandrigging.com,
                                   paul@sparsandrigging.com, Ansprechpartner: Paul     

Segelmacher:               Titan Sailmaker, titansailmakers@ihug.co.nz, Ansprechpatner: Ian

Werft:                          Ashby’s Boatyard, www.ashbyboats.co.nz, ashbybots@xtra.co.nz,
                                   Ansprechpartner Nick, bester Bootsbauer: Pete

Schweißarbeiten:          Opua Marine Services Ltd (OMS), accounts@opuamarineservices.co.nz
                                   Ansprechpartner: Karl oder Robert

Motorarbeiten:              Lowes Marine Services, Dave.Lowes@xtra.co.nz, Ansprechpartner David

Elektronik:                   Bay Marine Electronic, baymarine@xtra.co.nz, Ansprechpartner: Gerd

Fensterarbeiten:           Woods Windscreens, wewoodsglass@xtra.co.nz, Ansprechpartner Pete

Kühlschrank:                Northfreeze     

Polsterei:                     Abacus, abacusmeara@igrin.co.nz, Ansprechpartnerin: Sheryl

Yamaha Motoren:         Bay of Islands Marine Center, www.marinecenter.co.nz         

Beschriftungsfirma:       signworx, www.signworx.co.nz, accounts@signworx.net.nz,

In den ersten 3 Wochen hatten wir eine große Hilfe von Yasmin, die wir zufällig auf unserer Rundreise über die Südinsel in einem Backpacker Hotel kennengelernt haben. Sie musste mit uns die schlimmste und dreckigste Arbeit erledigen: Schleifen und Spachteln! Schade, dass sie nie das fertige Ergebnis sehen konnte!

Zudem möchten wir auch ein ganz großes Lob an Axel von der Tulivei äußern, der uns geholfen hat, Kolben und Pleuellager des Generators zu wechseln.

Es haben insgesamt außer Bernd und mir Yasmin, Chef und 6 Mitarbeiter von Opua Marine Painters, 1 Mitarbeiter der Fensterfirma, Axel von Tulivei am Generator, 3 Mitarbeiter Maschinenbauer, 2 Mitarbeiter vom Mechaniker, ein Mitarbeiter von den Bootsbauern, 2 Mitarbeiter des Segelmachers, 3 Mitarbeiter des Riggers, 1 Mitarbeiter der Kühlschrankfirma, 1 Mitarbeiter von International , 4 Mitarbeiter von Cater Marine (besonders Bob), 1 Mitarbeiter Beschriftungsfirma,  2 Mitarbeiter des Elektrikers, 2 Mitarbeiter einer weiteren Maschinebaufirma (leider waren wir mit der Arbeit nicht zufrieden). 

Eckdaten:

2. März 2009:               UPPS kommt ins Ashby’s Zelt
3. bis 20. März 2009:    Yasmin hilft uns bei der Arbeit
17. April 2009:              UPPS wird von Ashby’s Zelt in die Malerhalle transportiert
20. April 2009:              Opua Marine Painters übernehmen das Sprühen des Schiff's
12. Mai 2009:               UPPS wird ins Wasser geliftet

Zeitplan in der Malerhalle: 

20. April:                      Schleifen mit 5 Mitarbeitern
21. April:                      Schleifen und Spachteln, Abkleben und Vorbereitung für die Grundierung am Rumpf
22. April:                      Sprayen der Grundierung, Sprayen der Knotrastfarbe am Rumpf
23. April:                      Schleifen und Spachteln, Abkleben für Sprühen des Rumpfes
24. April:                      Rumpf wird 3-mal gesprüht
25. April:                      Trockentag
26. April:                      Trockentag
27. April:                      Schleifen des Decks, Abkleben des Cockpits, Sprühen Interprotect im Cockpit
28. April:                      Sprühen der Kontrastfarbe  und der Grundierung auf Deck
29. April:                      Schleifen der Kontrastfarbe und Spachteln der noch vorhanden Löchern auf Deck
30. April:                      Schleifen der Kontrastfarbe und Spachteln der noch vorhanden Löchern auf Deck,
                                       Abkleben des Rumpfes und Cockpit für Sprühen, Streifen und Logo am Rumpf aufgeklebt,
1. Mai:                         Weiße Farbe wird auf das Deck gesprüht
2. Mai:                         Chad schleift Cockpit
3. Mai:                         Wir arbeiten auf dem Schiff
4. Mai:                         Schleifen und Abkleben des Cockpits
5. Mai                          Sprühen das gesamten Cockpits
6. Mai:                         Fenster am Rumpf  werden gedichtet, Bernd muss 100 neue Gewinde für den Einbau der Lucken schneiden,
                                       Abkleben des Decks für den Antirutschbelag, Ausbesserung der Farbe rund um die Lucken
7. Mai:                         Abkleben des Deckes für Antirutschbelag, Antifouling 2-mal gesprüht, Luken eingesetzt
8. Mai:                         Sprühen des Antirutschbelages
9. Mai:                         Trockenzeit
12. Mai:                       Verlassen der Malerhalle (das war der schönste Moment!!!)
13. Mai:                       Lifting zurück ins Wasser

Mit dem verlassen der Malerhalle und dem Lifting ins Wasser ist ein großer Schritt geschafft, für uns einer der schönsten Momente, ein unglaublich schönes Gefühl nach all der Arbeit. Aber fürs Feiern war noch nicht der Zeitpunkt gekommen, denn kaum war die UPPS im Wasser, begann die Riggingfirma mit dem Zusammenbau unseren neuen Riggs.

Und in den nächsten 9 Tagen war keine stille Minute, teilweise hatten wir bis zu 4 Firmen an Bord. Bernd und ich hätten uns manchmal zerteilen können.
Robert, der Inhaber der Malerfirma, meinte am Ende, dass er noch nie zuvor so ein beschäftigtes Schiff in der Werft gesehen hat.
Von morgens bis abends wurde gearbeitet und nebenbei bereiteten Bernd und ich die UPPS zur Abreise vor. Nach 20 Uhr fuhren wir in die Supermärkte um all die Sachen zu kaufen, die wir für das nächste halbe Jahr bunkern wollten.

Mittwoch, den 20. Mai geben wir abends einen kleinen Umtrunk für all die Firmen bzw. Mitarbeiter, die am Schiff gearbeitet haben.  Und dann kam der Abschied, der uns mehr als Leid tat.

Freitag, den 22. Mai werfen wir die Leinen von Ashby’s Boatyard los, fahren zur Tankstelle und dann verlassen wir still und unauffällig die Bay of Islands. Lange blicken wir zurück  und letztendlich nehmen wir viele schöne Erinnerungen mit auf den Weg nach Fiji.