Nach einer wunderschönen Rundreise über
die Südinsel stand nun endlich mit einem Monat Verspätung
das Refitting von unserem Segelschiff UPPS an. Hierfür
hatten wir das Werftzelt gemietet, um somit wetterunabhängig
zu sein. Aus geplanten 6 Wochen wurden letztendlich 10
Wochen ohne einen Tag Pause.
Unter anderem wurden folgende Arbeiten an der UPPS vorgenommen:
Neuer Anstrich und Antifouling
Neues Rigg
Neue Rettungsinsel
Überholung und Dichtung aller
Fenster und Luken
Überarbeitung des Segelplanes und aller Segel und Canvas
Reparatur Generator
Neue Stopfbuchsen und Wellenlager
Wartung der Yamaha Außenmotoren
Neue Toilette und Zuleitungen
Neue Matratzen
Anstrich verschiedener
Holzelemente
Neue Elektronik
Neuverlegung der Solarpanels
Neuer Kühlkompressor für und Umbau
der Kühlbox
Wartung beider Mercedes Motoren
neue Lichtmaschienen
Trennung Masse / Rumpf von
Batterie-Negativ
Neuer Lift für Außenbordmotor
Überarbeitung der Windfahne
Neue Navigationsinstrumente
Reparatur des Beiboots
Es begann mit wenigen notwendigen
Reparaturen bzw. Ausbesserungen, um die wir nach all den
Jahren nicht mehr herum kamen, so z.B. das Streichen des
Decks, da der Antirutschbelag völlig am Ende war. Und da man
schon das eine oder andere anging, machte es Sinn, manch
anderes gleich mit zu erledigen. So kam der Schneeball ins
Rollen und wurde von Woche zu Woche oder Arbeit zu Arbeit
größer.
Da wir mit einem Monat Verspätung dann
endlich in das Zelt der Werft kamen und somit mit den
geplanten Arbeiten beginnen konnten, waren viele Firmen
beauftragt und die Liste der zu erledigen Arbeiten lang. Wir
wurden oft darauf angesprochen, wie wir auf die Idee kamen,
so ein großes Refitting zu machen, aber manchmal ergeben
sich halt die Dinge. Im Nachhinein sind wir jedoch
überglücklich, ein Projekt in dieser Größe und Umfang in
Opua gemacht zu haben. Wir können uns keinen besseren Ort
dafür vorstellen und diesen nur wärmstens weiterempfehlen.
Aus den geplanten 6 Wochen wurden letztendlich 10 Wochen
ohne irgendeinen freien Tag. Aber wir haben jede Minute
genossen und gemocht, alles verlief reibungslos, wurden wir
gefragt, wie unser Projekt läuft und ob wir zufrieden seien,
sagten wir immer nur, alles ist bestens!
Aus diesem Grund möchten wir uns
ausdrücklich bei den folgenden Firmen bedanken:
Schiffzubehör: Cater Marine
Opua 2004 ltd,
sales@catermarine.co.nz,
Ansprechpartner Glen oder Bob
In den ersten 3 Wochen hatten wir eine
große Hilfe von Yasmin, die wir zufällig auf unserer
Rundreise über die Südinsel in einem Backpacker Hotel
kennengelernt haben. Sie musste mit uns die schlimmste und
dreckigste Arbeit erledigen: Schleifen und Spachteln!
Schade, dass sie nie das fertige Ergebnis sehen konnte!
Zudem möchten wir auch ein ganz großes
Lob an Axel von der Tulivei äußern, der uns geholfen hat,
Kolben und Pleuellager des Generators zu wechseln.
Es haben insgesamt außer Bernd und mir
Yasmin, Chef und 6 Mitarbeiter von Opua Marine Painters, 1
Mitarbeiter der Fensterfirma, Axel von Tulivei am Generator,
3 Mitarbeiter Maschinenbauer, 2 Mitarbeiter vom Mechaniker,
ein Mitarbeiter von den Bootsbauern, 2 Mitarbeiter des
Segelmachers, 3 Mitarbeiter des Riggers, 1 Mitarbeiter der
Kühlschrankfirma, 1 Mitarbeiter von International , 4
Mitarbeiter von Cater Marine (besonders Bob), 1 Mitarbeiter
Beschriftungsfirma, 2 Mitarbeiter des Elektrikers, 2
Mitarbeiter einer weiteren Maschinebaufirma (leider waren
wir mit der Arbeit nicht zufrieden).
Eckdaten:
2. März 2009: UPPS kommt ins Ashby’s Zelt
3. bis 20. März 2009: Yasmin hilft uns bei der Arbeit
17. April 2009: UPPS wird von Ashby’s Zelt in die Malerhalle transportiert
20. April
2009: Opua
Marine Painters übernehmen das Sprühen des Schiff's
12. Mai 2009: UPPS wird ins Wasser geliftet
Zeitplan in der
Malerhalle:
20. April: Schleifen mit 5 Mitarbeitern
21. April: Schleifen und Spachteln, Abkleben und Vorbereitung für die
Grundierung am Rumpf
22. April: Sprayen
der Grundierung, Sprayen der Knotrastfarbe am Rumpf
23. April: Schleifen und Spachteln, Abkleben für Sprühen des Rumpfes
24. April: Rumpf
wird 3-mal gesprüht
25. April: Trockentag
26. April: Trockentag
27. April: Schleifen des Decks, Abkleben des Cockpits, Sprühen Interprotect im Cockpit
28. April: Sprühen
der Kontrastfarbe und der Grundierung auf Deck
29. April: Schleifen der Kontrastfarbe
und Spachteln der noch vorhanden Löchern auf Deck
30. April: Schleifen der Kontrastfarbe
und Spachteln der noch vorhanden Löchern auf Deck,
Abkleben
des Rumpfes und Cockpit für Sprühen, Streifen und Logo am
Rumpf aufgeklebt,
1. Mai: Weiße
Farbe wird auf das Deck gesprüht
2. Mai: Chad
schleift Cockpit
3. Mai: Wir
arbeiten auf dem Schiff
4. Mai:
Schleifen und Abkleben des Cockpits
5. Mai Sprühen
das gesamten Cockpits
6. Mai: Fenster
am Rumpf werden gedichtet, Bernd muss 100 neue Gewinde für den
Einbau der Lucken schneiden,
Abkleben des Decks für den
Antirutschbelag, Ausbesserung der Farbe rund um die Lucken
7. Mai:
Abkleben des Deckes für Antirutschbelag, Antifouling 2-mal
gesprüht,
Luken eingesetzt
8. Mai: Sprühen
des Antirutschbelages
9. Mai:
Trockenzeit
12. Mai:
Verlassen der Malerhalle (das war der schönste Moment!!!)
13. Mai: Lifting
zurück ins Wasser
Mit dem verlassen der Malerhalle und
dem Lifting ins Wasser ist ein großer Schritt geschafft, für
uns einer der schönsten Momente, ein unglaublich schönes
Gefühl nach all der Arbeit. Aber fürs Feiern war noch nicht
der Zeitpunkt gekommen, denn kaum war die UPPS im Wasser,
begann die Riggingfirma mit dem Zusammenbau unseren neuen
Riggs.
Und in den nächsten 9 Tagen war keine stille Minute,
teilweise hatten wir bis zu 4 Firmen an Bord. Bernd und ich
hätten uns manchmal zerteilen können.
Robert, der Inhaber
der Malerfirma, meinte am Ende, dass er noch nie zuvor so
ein beschäftigtes Schiff in der Werft gesehen hat.
Von
morgens bis abends wurde gearbeitet und nebenbei bereiteten
Bernd und ich die UPPS zur Abreise vor. Nach 20 Uhr fuhren
wir in die Supermärkte um all die Sachen zu kaufen, die wir
für das nächste halbe Jahr bunkern wollten.
Mittwoch, den 20. Mai geben wir abends
einen kleinen Umtrunk für all die Firmen bzw. Mitarbeiter,
die am Schiff gearbeitet haben. Und dann kam der Abschied,
der uns mehr als Leid tat.
Freitag, den 22. Mai werfen wir die
Leinen von Ashby’s Boatyard los, fahren zur Tankstelle und
dann verlassen wir still und unauffällig die Bay of Islands.
Lange blicken wir zurück und letztendlich nehmen wir viele
schöne Erinnerungen mit auf den Weg nach Fiji.